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Aust-Agder

Aust-Agder ist eine kleine Fylke im Süden Norwegens und hat einen der ganz wenigen Küstenabschnitte des Landes, an denen man sich richtige Sonnenaufgänge anschauen kann: die (wie immer gezackte) Küstenlinie weist gen Osten.

Arendal ist das etwas mehr als 40.000 Einwohner fassende Verwaltungszentrum, ein alter Hafen, knapp 70 Kilometer südwestlich liegt das ungleich größere Kristiansand. Berge und Seen und Flüsse im Hintergrund, vorgelagerte Inseln wie Tromøy und Hisøy als schützende Barrieren vor der offenen See ist die Gegend ein traumhaftes Urlaubsziel. Jahrhunderte war Arendal wichtiger Warenumschlagsplatz, Zollstelle und Handelsplatz, dessen Bürger eine selbstbewusste Kultur etablierten, schöne Häuser bauten, Zeitungen, Museen und Bibliotheken gründeten.

Inzwischen ist das alles alt, neu ist Arendal als Urlaubsort mit zahlreichen angebotenen Wassersportarten, Ferienhäusern, Pferden – und die UN hat hier das GRID-Arendal installiert, Teil eines globalen Netzwerkes, das Umweltinformationen sammelt und in diesem Fall in der globalen Polarforschung ihren Schwerpunkt hat. Grimstad, ungefähr auf halber Höhe Richtung Kristiansand liegend, ist ein kleines Badeparadies, in dem die Zahlreichen Besucher zwischen Schäreninsel und über Binnengewässer paddeln – wenn es der Sommer erlaubt.

Noch etwas südlich von Grimstad liegt Lillesand. Der Ort war zu Zeiten der segelnden Seefahrt Heim von Reedern und Werftarbeitern, ein schmuckes, kleines 10.000-Seelen-Städtchen mit hellen Bauten in Wassernähe, mit einem feinen Seefahrtsmuseum und einem wunderbaren Hafen für Segler.

Aust-Agder

Aust-Agder @iStockphoto/Svein Otto Jacobsen

Nördlich von Arendal, knapp 50 Kilometer, liegt Risør, ein stolzes, kleines Städtchen, dessen hölzernes Gebäudeensemble immer wieder für ihre Schönheit gepriesen und ausgezeichnet wird. Die Seefahrt hat die Geschichte des Ortes geprägt, das wird sich auch nicht ändern. Auf halben Weg von Arendal nach Risør liegt Tvedestrand, das Dorf der Bücher in Südnorwegen. Und es hat das Næs Jernverksmuseum, ein altes, fast vollständig erhaltenes Eisenwerk, dessen Geschichte bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht.

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