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Vest-Agder

Die Fylke Vest-Agder ist Norwegens christlicher Süden. Wichtigste Stadt der Region ist Kristiansand, vor allen Dingen landschaftlich ist hier viel geboten.

Es gibt mehr als 700 Kilometer zerklüftete Küste, zahlreiche Inseln, Leuchttürme, Wanderradwege und im Zentrum die sechstgrößte Stadt des Königreiches. Kristiansand stand lange in Konkurrenz zum nordwestlich gelegenen Stavanger. Weil der Skagerrak aus strategischen Gründen immer wichtiger wurde, zogen die Herrscher ab dem 16. Jahrhundert mehr und mehr Institutionen aus Stavanger ab, gaben die Stadt irgendwann quasi auf und siedelten einige in Kristiansand an. Gegründet wurde die Stadt 1641, man weiß aber, dass es sich um sehr altes Siedlungsgebiet handelt, an dem nun Klerus, Militär und Handel gebündelt werden sollten. Kristiansand ist eine Planstadt mit großem zentralen Marktplatz und schnurgeraden, sich im 90-Grad-Winkel schneidenden Straßen.

Ursprünglich baute man in weiten Teilen Südnorwegens weiße Holzhäuser, nach einigen Großbränden verbot man Neubauten dieser irgendwann und zwang die Bauherren ab dem 19. Jahrhundert, sich umzuorientieren. Man wählte den mutigen, steinernen Stilmix in Kristiansand, die ursprüngliche Bebauung lässt sich noch in wenigen Straßen bewundern.

Hübscher sieht das eigentlich nur in Flekkefjord im Westen aus, die kleine Hafenstadt diente holländischen Seefahrern und Händlern lange als Handelsplatz, Fisch, Schalentiere, Holz und Granit sind von hier aus über Jahrhunderte nach Amsterdam verschifft worden – und das, was in Kristiansand typisch norwegische weiße Holzbauweise ist, ist in Flekkefjord das Holländerviertel.

Vest-Agder

Vest-Agder @iStockphoto/Jorgen Udvang

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