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Nordlicht

Das Polarlicht gehört zu den schönsten Reisezielen des Himmels. Aurora borealis die erhaben klingende wissenschaftliche Bezeichnung ist das Nordlicht der arktische Tanz von Sonneneruption und irdischem Magnetfeld in der oberen Atmosphäre.

Das Ergebnis ist sind oft grün schimmernde Lichter, Schleier, Bänder, die über den dunklen, klaren Himmel huschen, eine Himmelsdisco, auf die man lange warten kann, die einem oft unvermittelt begegnet und die die Mehrzahl der Norwegenbesucher zwischen 60. und 80. nördlichen Breitengrad eher im Herzen heim trägt.

Das Nordlicht ist eines der Phänomene, die in vorwissenschaftlicher Zeit zwingend göttlicher Erklärung benötigten, die sich tief in das rituelle Rüstzeug im Norden lebender Völker gegraben haben und schon vor Jahrhunderten einen weit über die Sichtbarkeit des Lichtes ragenden legendenhaften Ruf hatten.

Trotz wissenschaftlicher Erklärbarkeit hat das Polarlicht nichts von seiner Magie eingebüßt. Man kann es nicht einfangen, nicht erzeugen, nicht besitzen, man kann seiner geduldig harren und es nur in schmalen Bändern rundum Süd- und Nordpol erleben. Wenn es dunkel ist. Also von Herbst bis Frühling im Norden, von Frühling bis Herbst im Süden.

Für Norwegen gilt: Frühling oder Herbst, weit in den Norden, Lofoten oder Nordkap, am besten dort, wo die Westküste Norwegens nur Nordküste wird. Zur deutlich kälteren und dunkleren Jahreszeit in den hohen Norden zu ziehen, ist nicht jedermanns Sache, hinzu kommt, dass jedermann dort dann für eine Zeit an der frischen Luft gerüstet sein sollte.

Nordlicht

Nordlicht ©iStockphoto/Joe Rainbow

Dies kann am Deck eines Kreuzfahrtschiffes oder auf einem motorisierten Schlitten sein, am Ufer des Meeres oder im vierradbetriebenen Fahrzeug auf verschneiten Landstraßen – Ruhe und Geduld werden reich entlohnt.